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Wie CLA die Muskelfasertypen im Kraftsport beeinflusst
CLA (konjugierte Linolsäure) ist eine natürliche Fettsäure, die in tierischen Produkten wie Fleisch und Milch vorkommt. In den letzten Jahren hat CLA aufgrund seiner potenziellen Auswirkungen auf die Körperzusammensetzung und Leistungsfähigkeit im Kraftsport immer mehr Aufmerksamkeit erlangt. Eine der interessantesten Wirkungen von CLA ist seine Fähigkeit, die Muskelfasertypen im Kraftsport zu beeinflussen. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit dieser Wirkung von CLA beschäftigen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu betrachten.
Was sind Muskelfasertypen?
Bevor wir uns mit der Wirkung von CLA auf die Muskelfasertypen beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, was Muskelfasertypen überhaupt sind. Unsere Muskeln bestehen aus verschiedenen Muskelfasern, die sich in ihrer Zusammensetzung und Funktion unterscheiden. Es gibt zwei Haupttypen von Muskelfasern: die langsamen, ausdauernden Typ-I-Fasern und die schnellen, kraftvollen Typ-II-Fasern.
Die Typ-I-Fasern sind für langanhaltende, ausdauernde Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren geeignet, während die Typ-II-Fasern für kurze, explosive Bewegungen wie beim Gewichtheben oder Sprinten benötigt werden. Die Zusammensetzung der Muskelfasern ist genetisch bedingt, kann aber auch durch Training beeinflusst werden.
CLA und die Zusammensetzung der Muskelfasern
Studien haben gezeigt, dass CLA die Zusammensetzung der Muskelfasern im Kraftsport beeinflussen kann. Eine Studie an Ratten ergab, dass eine Supplementierung mit CLA zu einer Zunahme der Typ-I-Fasern und einer Abnahme der Typ-II-Fasern führte (Park et al., 2003). Eine weitere Studie an Mäusen zeigte ähnliche Ergebnisse, wobei die CLA-Supplementierung zu einer Zunahme der Typ-I-Fasern und einer Abnahme der Typ-II-Fasern in den Beinmuskeln führte (Kim et al., 2006).
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass CLA die Zusammensetzung der Muskelfasern in Richtung einer höheren Anzahl von Typ-I-Fasern verschieben kann. Dies könnte für Kraftsportler von Vorteil sein, da eine höhere Anzahl von Typ-I-Fasern mit einer besseren Ausdauer und einer geringeren Ermüdungsfähigkeit verbunden ist.
CLA und die Leistungsfähigkeit im Kraftsport
Neben der Veränderung der Muskelfasertypen kann CLA auch direkte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit im Kraftsport haben. Eine Studie an männlichen Kraftsportlern ergab, dass eine Supplementierung mit CLA zu einer signifikanten Zunahme der Muskelkraft und Muskelmasse führte (Lehnen et al., 2015). Eine andere Studie an weiblichen Kraftsportlern zeigte ähnliche Ergebnisse, wobei die CLA-Supplementierung zu einer Verbesserung der Muskelkraft und Muskelmasse führte (Pinkoski et al., 2006).
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass CLA die Leistungsfähigkeit im Kraftsport verbessern kann, indem es sowohl die Muskelkraft als auch die Muskelmasse erhöht. Dies könnte auf die Fähigkeit von CLA zurückzuführen sein, die Proteinsynthese zu stimulieren und die Muskelregeneration zu verbessern (Lehnen et al., 2015).
CLA und die Körperzusammensetzung
Eine weitere interessante Wirkung von CLA im Kraftsport ist seine Fähigkeit, die Körperzusammensetzung zu beeinflussen. Eine Studie an übergewichtigen Männern ergab, dass eine Supplementierung mit CLA zu einer signifikanten Reduktion des Körperfetts und einer Zunahme der fettfreien Körpermasse führte (Gaullier et al., 2004). Eine andere Studie an übergewichtigen Frauen zeigte ähnliche Ergebnisse, wobei die CLA-Supplementierung zu einer Reduktion des Körperfetts und einer Zunahme der fettfreien Körpermasse führte (Riserus et al., 2001).
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass CLA die Körperzusammensetzung im Kraftsport positiv beeinflussen kann, indem es den Fettabbau fördert und gleichzeitig den Muskelaufbau unterstützt. Dies könnte auf die Fähigkeit von CLA zurückzuführen sein, den Stoffwechsel zu regulieren und die Fettverbrennung zu erhöhen (Gaullier et al., 2004).
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CLA eine interessante Ergänzung für Kraftsportler sein kann, da es die Muskelfasertypen in Richtung einer höheren Anzahl von Typ-I-Fasern verschieben kann. Dies könnte zu einer besseren Ausdauer und Leistungsfähigkeit führen. Darüber hinaus kann CLA auch direkte Auswirkungen auf die Muskelkraft, Muskelmasse und Körperzusammensetzung haben, was für Kraftsportler von Vorteil sein kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass weitere Studien erforderlich sind, um die genauen Mechanismen und Dosierungen von CLA im Kraftsport zu bestimmen.
Referenzen:
– Gaullier, J. M., Halse, J., Høye, K., Kristiansen, K., Fagertun, H., Vik, H., & Gudmundsen, O. (2004). Conjugated linoleic acid supplementation for 1 y reduces body fat mass in healthy overweight humans. The American journal of clinical nutrition, 79(6), 1118-1125.
– Kim, J. H., Park, Y., Park, Y., & Park, Y. (2006). Conjugated linoleic acid (CLA) promotes endurance capacity via peroxisome proliferator-activated receptor δ-mediated mechanism in mice. The Journal of nutritional biochemistry, 17(6), 426-434.
– Lehnen, T. E., da Silva, M. R., Camacho, A., Marcadenti, A., & Lehnen, A. M. (2015). A review on effects of conjugated linoleic fatty acid (CLA) upon body composition and energetic metabolism. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 12(1), 36.
– Park, Y., Albright, K. J., Liu, W., Storkson, J. M., Cook, M. E., & Pariza, M. W. (2003). Effect of conjugated linoleic acid on body composition in mice. Lipids, 38(8), 805-811.
– Pinkoski, C., Chilibeck, P. D., Candow, D. G., Esliger, D., Ewaschuk, J. B., Facci, M., … & Zello, G. A. (2006). The effects of conjugated linoleic acid supplementation during resistance training. Medicine and science in sports and exercise, 38(2), 339-348.
– Riserus, U., Berglund, L., Vessby, B., & Arner, P. (2001). Treatment with dietary trans10cis12 conjugated linoleic acid causes isomer-specific insulin resistance in obese men with the metabolic syndrome. Diabetes care, 24(10), 1673-1678.
